Innovative Geschäftsmodelle: Staat und Wirtschaft

6. Februar 2020News und Veranstaltungen

Innovationen in öffentlichen Organisationen bedeutet oft auch eine Weiterentwicklung der Zusammenarbeitsformen zwischen Staat und Wirtschaft.

Die Transformation der Wirtschaft im Zeitalter der Digitalisierung zieht auch den Staat und seine Verwaltungen mit sich. Der Transformationsprozess wird die öffentliche Hand mit hoher Energie erfassen, teilweise mit disruptiven Effekten. Dabei geht es nicht primär um Informatik, sondern um den dynamischen Wandel der durch technische Neuerungen geförderten oder verursachten Prozesse, Strukturen, Kulturen. Partnerschaftliche Zusammenarbeitsformen werden vielfältiger und wichtiger. Dies geschieht auf der Basis der Grundidee, öffentliche Aufgaben zusammen mit der Wirtschaft zum gemeinsamen Nutzen voranzubringen.

Was muss der Staat können, um in diesem neuen Umfeld erfolgreich zu sein? Mit zunehmender Umfeld-Dynamik und insbesondere neuen Technologien, neuen Anbietern, raschen Veränderungen und gesteigerten Ansprüchen der Unternehmen und der Einwohnerinnen und Einwohner stehen die «klassischen» Mechanismen der Leistungserbringung zunehmend zur Diskussion. Nicht alle herkömmlichen Arten der Aufgabenerfüllung sind für die erforderte dynamische Leistungserbringung des Staates hinreichend. Innovationen sind gefragt.

Die Autoren Prof. Dr. Kuno Schedler und Dr. Urs Bolz zeigen in ihrem Artikel Jahrbuch der Schweizerischen Gesellschaft für Verwaltungswissenschaften auf, dass der Staat über ein recht grosses Potenzial verfügt, innovative Lösungen für komplexe Herausforderungen zu entwickeln. Voraussetzung dafür ist die Fähigkeit, traditionelle und innovative Elemente des Verwaltungshandelns zu kombinieren, damit daraus geeignete Geschäftsmodelle entstehen können. Dies setzt allerdings voraus, dass sich staatliche Akteure aus Rechts- und Managementperspektive mit diesen Innovationen auseinandersetzen und vertraut machen.

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